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Des Fräuleins Sonntagsanekdote- 3 Tinder-Typen

 

Ahoi liebe Fräuleins und Herren von Welt,

Ich freue mich, dass euch meine letzte Sonntagsanekdote so gut gefallen hat
Während ihr alle fleißig Fusball schaut, arbeite ich nebenbei an einem Beitrag der eine neue Serie auf meinem Blog einläuten soll. Also bleibt dran und freut euch drauf!

Aber heute kommt erst mal eine Anekdote zum Thema Tinder. Ich habe auf dem Blog in der Vergangenheit schon über Friendscout berichtet und da darf ein Schwank zu Tinder natürlich nicht fehlen!

Vor etwa eineinhalb Jahren habe ich mich aus Neugierde und jugendlichem Leichtsinn heraus bei Tinder angemeldet. Es dauerte nicht lange und ich fand heraus, dass Tinder nicht wirklich ein Platz ist, um den Partner fürs Leben zu finden. Tinder ist eine Bumsbörse.

Ich will hier gar nicht auf die Thematik von „innere Werte zählen gar nicht mehr“, Diskriminierung und die ganzen anderen spaßverderbenden Eigenschaften eingehen. Das ist Tinder! Das ist eine Coitus-App. Der gesamte Erfolg basiert auf Äußerlichkeiten, Diskriminierung und Unhöflichkeit!

Aber wie auch bei normalen Singlebörsen, die diese Eigenschaften ein bisschen geschickter verstecken, gibt es auch hier Stereotypen. Ich habe mehr als einen von jeder Sorte kennengelernt und möchte sie mit euch teilen:

Typ 1: Der redefaule Penis

Ich habe Tinder vielleicht ein halbes Jahr „regelmäßig“ genutzt. Regelmäßig heißt: Ich habe auch die Nachrichten gelesen. Klar, man sollte hier nicht zu viel erwarten. Vor allem nicht als Frau. Man kann schon froh sein, wenn überhaupt ein Gespräch stattfindet und man nicht nur ein einfaches und direktes „Ficken?!“ hingeworfen bekommt. Man tindert sich, findet sich sympathisch, beschließt Handynummern oder Emailadressen auszutauschen. Und das war in ausnahmslos allen Fällen ein Fehler!

Mit der Spezies des redefaulen Penisses läuft ein „Gespräch“ eigentlich immer gleich ab:

Ich: Hey!

Er: Hallo!

Ich: Wie geht’s?

Er: PENISBILD!

Man mag es mir gar nicht anmerken aber ich habe tatsächlich schon mal ein männliches Glied gesehen. Live. In Farbe. Sogar des Öfteren. Und wenn ich eins vors Gesicht gehalten bekommen möchte, merkt das mein Gegenüber normalerweise.

Die Frage, wie Männer das wohl fänden, wenn Frauen nach zwei Sätzen ihre Genitalien in die Kamera hängen lassen würden, spar ich mir an der Stelle mal lieber. Wir wissen wie die Antwort lauten würde.

Aber ehrlich, was lässt Männer glauben, dass ihr Glied fotografierenswert wäre? War da irgendwann mal ein Kerl der meinte „Ey Guido, wenn du den Uschis bei Tinder nach zwei Nachrichten deinen Schwanz zeigst – da gehen die voll drauf ab!“? Wer um Himmels Willen war dieser Mann? Und wer war die Uschi, die angeblich drauf abfuhr? (Hinweise bitte gern an mich!)

Nach sechs Monaten habe ich überlegt, ob ein Berufswechsel zur Urologin in Frage kommt. Gefühlt habe ich mehr Penisse gesehen als Micaela Schäfer auf der Venus.

Nach einer Weile – Achtung, Worrtwitz – härtet man ab. Da heißt es nicht mehr „Boah. Krass. Penis.“ Nein, es heißt plötzlich „Boah, krass, der hat ja ’nen Toplader-Trockner im Hintergrund“.

Typ 2: Der Urlaubsjunkie

Nach einer Weile bei Tinder, fühlt man sich wie in einem Neckermann-Reisen Katalog. Scheinbar hat Penis-Uschi auch mal erzählt, dass es voll toll ist, wenn man sich als Mann im Urlaub fotografiert. Unter zehn Bildern sind mindestens fünf im Urlaub entstanden. Jürgen reibt sich den Rücken galant an einer Palme, Michael kotzt seinen fünf Mitreisenden in den Sangria-Eimer und Hans-Jürgen kratzt seinen Namen in den Sand. Aber warum? Was ist aus dem guten, alten Passfoto-Abfotografieren geworden? Diese Männer befinden sich gefühlte neun Monate im Jahr im Urlaub, denn es gibt keine anderen Fotos von ihnen.

Das kommt auf die gleiche Stufe wie die „Vorm-Ferrari-im-Autohaus-lehnen-und-so-tun-als wäre-es-der-eigene-Typen“. Und jene, die ihren einzigen-Anzug (den von der Kommunion) so lange tragen, bis er endgültig zu klein ist, sich darin aber voll seriös fühlen.

Typ 3: Der Fotoloser

Es gibt generell allerhand Typen, die trotz vermeintlichen Handyskillz immer noch nicht herausgefunden haben, wie man Fotos macht. Beziehungsweise wie man Fotos macht um jemanden aufzureißen.

  • Auge, Hand, Lippen fotografieren -> Alter, wenn du nicht willst, dass dich jemand bei Tinder erkennt, dann geh in Puff oder zu Elitepartner. Elitepartner ist, so in etwa, wie MeinVZ. Du triffst garantiert niemanden, den du kennst…
  • Zusammen mit 15 anderen auf ein Bild quetschen -> Natürlich ist er auch auf keinem anderen Bild allein zu sehen. Das wäre ja zu einfach…
  • Zusammen mit dem Kind -> Schwierig. Es gibt so Menschen, die stellen sich neben einen und man fühlt sich unsittlich berührt, obwohl man gar keinen Körperkontakt hatte. Das passiert hier.
  • Zusammen mit der Ehefrau/Hochzeitsfoto -> Siehe letzten Punkt.
  • Autos, Mopeds, Pferd, Zug oder andere Verkehrsmittel ->Ach, kommt schon. Ernsthaft?!

Das sind die drei ausgeprägtesten Gattungen bei Tinder. Aber es gibt so viel mehr zu entdecken!

Irgendwann habe ich Tinder abgeschworen. Ich wollte keine Manie entwickeln und immer Angst haben, dass sich ein Mann nach zwei Sätzen vor mir entblößt. Außerdem bin ich mit der Suche nach so einem tollen Toplader-Trockner komplett eingespannt.

Was haltet ihr von Tinder? Es soll ja immer wieder Paare geben, die sich darüber wirklich kennen und lieben gelernt haben. Das halte ich persönlich ja für einen modernen Internetmythos!

Liebe Grüße
Eure Lisa