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Von ECHTEN Frauen, ECHTEN Kurven und ECHTEN Generve

By Posted on 82 3 m read 91 views

Ahoi Liebe Flauschis!

Wir müssen uns mal unterhalten.

Seit einiger Zeit gibt es ein Thema das mich rasend macht. Seit einigen Wochen scheinen einige (auch größere) Fashionblogger auf einmal bekehrt worden zu sein. Nicht mehr schlank ist chic, nein kurvig.
Kurvig. Dieses Wort allein schon.

So liebe Netzgemeinde, googeln wir doch mal gemeinsam den Hashtag curvy.
Und was kriegen wir? Titten.

Das ist die Definition des Internets für kurvig. Und das Internet lügt schließlich nicht.
Wollt ihr trotzdem mal spaßeshalber meine Definition hören? Das sind schlanke, gut gebaute, straffe, retouchierte (wie jede^^) Frauen mit  (etwas) mehr Oberweite.
 

Lieber Blogger und Journalisten die, wie jedes Jahr, den Trend der kurvigen Frauen wieder aufgreifen und wieder „oooh“-en und „aaah“-en wie toll das doch sei: haltet die Klappe.

Ich kann diese Phrasen nicht mehr hören. Dieses „Hach, das sind RICHTIGE Frauen!“-Gedöns. Dieses „An echten Frauen ist halt was dran!“.
Wir sind ALLE echte Frauen. Ausnahmslos. Egal ob Kleidergröße 32 oder 52. Völlig egal ob Körbchengröße A oder G. Einige sollten mal in den Kopf bekommen, dass wir alle echte Frauen sind.

Warum lese ich nie einen Aufschrei-Artikel zum Thema „Echte Männer!„. Wie würde der aussehen? 11 Monate im Jahr heißt es dann, echte Männer haben einen Sixpack, weinen nur beim Gewichtheben und müssen mindestens 1,90 groß sein. Und 1 Monat wird dann darauf verwendet zu sagen, dass echte Männer gerne weinen dürfen, nur echt mit Bierbauch sind und die Größe (egal welche) keine Rolle spielt? Wo lese ich das? Geht da ein Ruck durch die Gesellschaft und speziell durchs Netz? Nein.

Für jeden ist kurvig eine Interpretationssache. Für mich bedeutet kurvig, Hüfte und Po zu haben. Und eine schöne Taille. Und Busen. Wie groß diese „Einzelteile“ sind ist sekundär. Dita von Teese hat Kurven. Trotz Größe 34.
Mich öden diese Blogbeiträge so unendlich an. Blogger die das ganze Jahr (teilweise) abgemagerte Models zelebrieren, detoxen und low carben, entdecken dann, weil es angesagt ist, ihre Symphatie zum Moppel. Na klar doch. Ich bin ja manchmal naiv aber sicherlich nicht SO naiv.

Wenn ihr es ernst meint, dann stellt doch regelmäßig Übergrößenmode vor. Oder zeigt ECHTE Übergrößenmodels. Auch gern in Größe 52 und nicht 42. Nicht schlanke Frauen mit großer Oberweite. Das gilt nicht.
Dann dieses ständige „Steht zu euren Kurven!„-Gehabe. Ausgerechnet von Leuten mit Größe 38 oder kleiner. „Steht zu euch, liebt euch selbst-egal mit welchem Gewicht„.

Da möchte ich mal eins diesen Schreiberinnen sagen:
Verbringt zum Beispiel mal eine Woche in meinem Körper. Mit 35 Kilo zu viel. Und dann reden wir nochmal über eure angepriesene  „Lasst euch am Arsch lecken„-Mentalität.

Versucht dann in 12cm Absätzen zu laufen, euch damenhaft zu bewegen, schöne Kleidung zu finden, die Blicke zu ignorieren und bei der kleinsten Anstrengung nicht zu schwitzen und euer Makeup zerfließen sehen.
Stellt euch dann mal neben 20 schlanke Bloggerinnen auf ein Event zum Gruppenfoto schießen und fühlt euch nicht beschissen. Macht das mal, tauscht mit mir und vielen anderen die das „Curvy“-(wirklich kurvig, 8 spurige Autobahn-kurvig. Nicht Landstraße)  Etikett tragen und dann unterhalten wir uns nochmal.

Aber bis dahin. Verschont uns mit eurer Gefühlsduselei. Weil irgendein Troll euch in seiner unendlichen Frustration schrieb, eure Oberschenkel wären in der hager und mager Jeans in M zu dick.
Deswegen müsst ihr euch nun nicht als die Retter der dicken Mädchen aufschwingen. Das schaffen wir, wenn wir es möchten, noch alleine. Nicht vergessen: Wir sind echte Frauen.

Liebe Grüße
Eure Lisa

XOXO
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